Ratgeber

Sneaker richtig fotografieren für den Weiterverkauf

Der erste Eindruck entscheidet

Wer gebrauchte oder auch neue Sneaker auf Plattformen wie House of Sneakers oder anderen Marktplätzen verkaufen möchte, merkt schnell: Gute Fotos sind der wichtigste Hebel für einen schnellen Verkauf und einen fairen Preis. Käufer können das Produkt nicht anfassen, deshalb müssen die Bilder Vertrauen schaffen und den genauen Zustand ehrlich dokumentieren. Schlechte, verwackelte oder zu dunkle Aufnahmen schrecken potenzielle Interessenten ab, selbst wenn es sich um limitierte Sammlerstücke handelt.

Die richtige Vorbereitung der Sneaker

Bevor Sie überhaupt zur Kamera greifen, sollten die Sneaker in Bestform gebracht werden. Grober Schmutz an der Sohle sollte entfernt und das Upper vorsichtig gereinigt werden. Ein wichtiger Trick: Stopfen Sie die Schuhe mit Seidenpapier oder Zeitungspapier aus. Das verhindert unschöne Knicke im Leder oder Mesh und sorgt dafür, dass der Schuh seine ursprüngliche Form behält. Falls Original-Schnürsenkel, Box oder Tags vorhanden sind, legen Sie diese unbedingt bereit, denn sie steigern den Wiederverkaufswert massiv.

Licht und Hintergrund: Weniger ist mehr

Vermeiden Sie direktes Sonnenlicht oder den harten Blitz Ihrer Kamera, da beides zu extremen Schatten und überbelichteten Stellen führt. Suchen Sie sich stattdessen einen Platz mit weichem, indirektem Tageslicht, etwa in der Nähe eines großen Fensters. Als Hintergrund eignet sich am besten eine neutrale, einfarbige Oberfläche. Ein weißes Laken, eine große Fotokartonage oder eine schlichte, helle Wand lenken nicht vom eigentlichen Star des Bildes ab und lassen die Farben des Sneakers realistisch wirken.

Welche Perspektiven und Winkel sind Pflicht?

Ein vollständiger Satz an Fotos deckt alle relevanten Ansichten ab. Käufer wollen wissen, worauf sie bieten. Nutzen Sie folgende Checkliste für Ihre Aufnahmen:
• Die Seitenansicht beider Schuhe (Außenseite)
• Die Vorderansicht (Toe Box)
• Die Rückansicht inklusive der Fersenpartie
• Die Unterseite der Sohlen, um den Abrieb zu zeigen
• Das Innenfutter und die Einlegesohlen
• Nahaufnahmen von Besonderheiten wie Logos, Nähten oder auch vorhandenen Mängeln

Mängel ehrlich dokumentieren

Transparenz zahlt sich aus. Wenn der Sneaker Creases (Gehfalten), Flecken oder kleine Abnutzungen an der Sohle hat, fotografieren Sie diese ganz bewusst und aus der Nahaufnahme. Zeigen Sie die betroffene Stelle mit einem angelegten Lineal oder einer Fingerspitze zur Größeneinordnung. Käufer schätzen Ehrlichkeit und spätere Reklamationen oder Rückabwicklungen werden dadurch effektiv vermieden.

Smartphone oder Profi-Kamera?

Für gelungene Sneaker-Fotos brauchen Sie keine teure Spiegelreflexkamera. Moderne Smartphones verfügen über hervorragende Objektive, die für diesen Zweck völlig ausreichen. Wichtig ist lediglich, dass Sie die Linse vorher von Fingerabdrücken befreien. Nutzen Sie den Porträtmodus, um den Hintergrund leicht unscharf zu stellen und den Schuh optisch hervorzuheben. Achten Sie darauf, die Bilder im Hochformat aufzunehmen, da die meisten mobilen Marktplätze und Apps dieses Format bevorzugen und es auf Smartphones deutlich übersichtlicher dargestellt wird.

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